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von Dr. Achim Beyer, Bezirksregierung Köln, Fachdezernent für Hebräisch in Nordrhein-Westfalen (Wir bieten das Schreiben im Wortlaut)
„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit.“ (Koh 3,1)
Lieber Herr Dr. Kiesow,
vor nunmehr 15 Jahren durfte ich in der Aula des Ceciliengymnasiums zu Bielefeld mit diesen Worten aus dem Buch Kohelet Ihren Eintritt in den „Unruhestand“ begleiten. Schon damals war mir bewusst, dass Sie das Wort „Pensionierung“ niemals im Sinne eines Rückzugs verstehen würden. Ihr besonderer Geburtstag ist mir Anlass, auf Ihre drei Jahrzehnte währende unermüdliche Tätigkeit als Fachberater Hebräisch zurückzuschauen. Dabei erweist sich Kohelets Weisheit erneut als gültig – und Ihre Lebensleistung als beeindruckendes Zeugnis gelebter sapientia et humanitas.
Wenn es richtig ist, dass – frei nach Seneca – non scholae, sed vitae discimus, dann gilt für Sie das Gegenteil im besten Sinne: non vitae tantum, sed etiam scholae docuisti.
Über dreißig Jahre hinweg haben Sie nicht nur unterrichtet, sondern Generationen von Lehrkräften inspiriert, das Fach Hebräisch mit Geist, Herz und Präzision zu tragen.
Von Anfang an haben Sie das Zentralabitur Hebräisch mitbetreut und entscheidend mitgestaltet – a principio, wie Sie selbst wohlwollend, aber bestimmt gesagt hätten. In Soest, Duisburg, Wuppertal und weit darüber hinaus hat Ihre Stimme Gewicht gehabt, weil Sie stets „an der Sache und an den Menschen gleichermaßen interessiert“ waren.
Besonders die Fortbildungstagungen an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal tragen Ihre Handschrift: Durch Ihre Weitsicht, Ihr Netzwerk und Ihre Überzeugungskraft ist es gelungen, Jahr für Jahr hochkarätige Referentinnen und Referenten zu gewinnen, die mit Ihnen gemeinsam die geistige und didaktische Substanz des Hebräischen neu beleuchtet haben. Dass diese Tagungen längst zu einem festen Bestandteil des fachlichen und kollegialen Austauschs geworden sind, verdankt sich nicht zuletzt Ihrer Idee von Bildung als Begegnung – zwischen Text und Welt, Wissenschaft und Schule, Mensch und Mensch.
Doch auch nach Ihrer offiziellen Pensionierung vor nunmehr fünfzehn Jahren sind Sie dem Fach treu geblieben – nicht als stiller Beobachter, sondern als aktiver Gestalter. Drei Lehrpläne für das Fach Hebräisch tragen bis heute Ihre Handschrift. Damit haben Sie eine Kontinuität geschaffen, die selten geworden ist: die Verbindung von Tradition und Gegenwart, von philologischer Strenge und pädagogischem Feingefühl.
Lieber Herr Dr. Kiesow, Sie selbst haben mit feinem Humor gesagt, mit achtzig Jahren wollten Sie „nicht mehr in Soest sitzen“. Dass Sie aber in den Köpfen und Herzen derer, die mit Ihnen gelernt, gearbeitet und gelacht haben, fortan „anwesend abwesend“ bleiben, steht außer Frage.
Gestatten Sie mir daher, in Fortführung meines damaligen Grußworts, erneut auf Cicero zu verweisen – diesmal mit Blick auf das, was Ihnen gewiss näher liegt als Muße um ihrer selbst willen:
Otium cum dignitate (Cic. De or. 1,1) – „Eine Muße, die Würde hat.“
Möge dieses otium cum dignitate nun – an der Seite und gemeinsam mit Ihrer Frau – Ihre Zeit bestimmen: eine Zeit, in der Sie – frei von administrativen Lasten – weiterhin das tun, was Ihnen am Herzen liegt: denken, schreiben, anregen, verbinden.
Im Namen der Bezirksregierung Köln, und ganz persönlich, danke ich Ihnen von Herzen für Ihre außerordentlichen Verdienste um das Fach Hebräisch, für Ihre menschliche Zugewandtheit, Ihre Gelehrsamkeit und Ihr feines Gespür für die Balance zwischen Pflicht und Leidenschaft, lex et caritas.
Mit großem Respekt und herzlicher Verbundenheit
Ihr Achim Beyer
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Am 26. Oktober 2025 verstarb im Alter von 88 Jahren Gernot Hall, der viele Jahre die Aufgabe des Kassenwarts für den Bezirk Nordrhein innegehabt hat. Als ich 1995 auf seinen Wunsch hin dieses Amt von ihm übernommen habe, stand die Umstellung auf ein digitales Abbuchen der Mitgliedsbeiträge an. Gernot hatte die erforderlichen Daten akribisch und umfassend aufgearbeitet, um mir die Arbeit zu erleichtern. In den ersten Jahren war er für mich jederzeit eine wichtige Anlaufstelle, wenn ich Hilfe benötigte. Unschätzbar wertvoll waren seine persönlichen Kontakte innerhalb des Verbandes, so dass er das eine oder andere Mal auch skeptische Mitglieder davon überzeugen konnte, am Lastschriftverfahren teilzunehmen. Der DAV-NRW wird Gernot Hall und seine Verdienste in würdiger Erinnerung behalten.
(Bernhard Liesen)
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Turnusgemäß wurden der geschäftsführende Vorstand und der Gesamtvorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt.
Dem geschäftsführenden Vorstand gehören an:
1. Vorsitzende: Dr. Katja Sommer
Stellv. Vorsitzender: Dr. Stefan Faller
Stellv. Vorsitzender: Prof. Dr. Stefan Freund
Darüber hinaus wurden in den Gesamtvorstand gewählt:
Kassenwart: Andreas Knobloch
Pressesprecher: Christian Löhr
Vertreter für „Forum Classicum“: Dr. Jochen Sauer
Beisitzer/innen:
Dr. Susanne Aretz
Prof. Dr. Thomas Baier
Dr. Anne Friedrich
Ivo Gottwald (Beauftragter für Euroclassica)
Michaela Lantieri
Schriftführer (vom Vorstand ernannt): Dr. Benedikt Simons
Vertreter für das „Gymnasium“ (s.o.): Prof. Dr. Ulrich Schmitzer
Zuständig für die Online-Zeitschrift „Pegasus“ ist weiterhin Prof. Dr. Stefan Kipf.
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Der DAV-Landesverband Nordrhein-Westfalen stellt Ihnen Druckvorlagen für Latinumsurkunden frei zur Verfügung.
Sie finden hier vier verschiedene Farbgestaltungen mit jeweils differenzierten Vorlagen nach Anrede Schülerin/Schüler ("consecuta/consecutus") und Lehrerin/Lehrer ("magistra/magister").
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