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Der Deutsche Altphilologenverband hat auf Bundesebene beschlossen, auf zwei Niveaustufen ein Siegel an Lateinorientierte/Griechischorientierte Schule zu verleihen. Schulen/Lehrkräfte dieser Schulen können sich dafür bewerben.
Richtlinie LoGoS-Siegel
Zweck des LoGoS-Siegels: LoGoS heißt Latein orientierte / Griechisch orientierte Schule
Das Ziel dieses Siegels ist die Auszeichnung von Schulen, die sich in besonderer Weise sich um den Beitrag der Alten Sprachen zur Welterschließung bemühen, indem sie die Alten Sprachen (Latein, Griechisch, ...) fördern und die Lernenden zu einer Auseinandersetzung mit antiker Literatur, Kunst und Kultur und ihrem Nachwirken in der europäischen Tradition ermuntern.
Latein und Griechisch leisten einen signifikanten Beitrag zum fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziel der Sprachlichen Bildung.
Latein und Griechisch führen über die historische Kommunikation zur Persönlichkeitsbildung.
Antike Literatur zu lesen bedeutet, die antiken Texte lieben und schätzen zu lernen und ihre Inhalte für das eigene Leben wirksam werden zu lassen.
Das Siegel verleiht der Deutsche Altphilologenverband e.V., Fachverband für Latein und Griechisch an Schulen und Universitäten (Bundesverband). Es gibt das Siegel auf der Stufe Basis und auf der Stufe Exzellenz. Die Vergabekriterien und das Verfahren werden nachfolgend dargestellt.
Rolle des Bundesverbandes
Das Siegel wird durch den Deutsche Altphilologenverband e.V. (Bundesverband) verliehen. Die Entscheidung trifft eine unabhängige Jury. Die Verleihung des Siegels ist für drei Jahre gültig. Danach kann ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden.
Die mit dem Siegel ausgezeichneten Schulen erhalten eine Urkunde (Anlage 3) sowie eine Plakette mit dem LoGoS-Logo (Anlage 4).
Die Kosten für die Siegel werden vom DAV getragen.
Die Ausschreibung für die Siegel-Bewerbung findet im dreijährigen Rhythmus statt. Das Siegel wird immer zu Beginn eines Schuljahres verliehen. Der DAV-Bund kann einen davon abweichenden Ausschreibungstermin festsetzen.
Die Ausschreibung richtet sich nach den Prinzipien von Anlage 5 (Zeitplan 2026/27).
Rolle der Landesverbände
Die Landesverbände informieren die Schulen ihres Gebietes über den Zweck des Siegels und über die Ausschreibungsmodalitäten. Die Landesverbände stellen den Schulen das Antragsformular (Anlage @2) zur Verfügung.
Die Landesverbände beraten und unterstützen die Schulen in der Bewerbungsphase.
Die Landesverbände überprüfen die Anträge der Schulen ihres Gebietes und reichen sie mit einem Votum an den Deutschen Altphilologenverband e.V. (Bundesverband) weiter.
Die Landesverbände führen die Übergabe des Siegels in eigener Zuständigkeit jeweils zu Beginn des neuen Schuljahres durch.
Die Landesverbände sind aufgefordert, die Siegel-Schulen während der dreijährigen Verleihungsphase zu begleiten und bei der Netzwerkarbeit zu unterstützen. Der Umfang dieser Begleitung und Unterstützung ist abhängig von den Möglichkeiten des jeweiligen Landesverbandes.
Jury zur Vergabe der Siegel
Jury setzt sich aus mindestens drei Personen zusammen, die durch die DAV-Vertreterversammlung bestellt werden. Die Jurymitglieder müssen über die Befähigung zum Lehramt Latein und / oder Griechisch verfügen, brauchen aber nicht dem DAV angehören. Wünschenswert ist eine vielschichtige Perspektive der Jury. Geschlechtergerechtigkeit soll berücksichtigt werden. Es soll eine regelmäßige Rotation der Mitglieder sichergestellt werden.
Die Jury entscheidet unabhängig nach Maßgabe der Kriterien (s. Anlage 1) auf der Grundlage eines Antrages der Schule (s. Anlage 2). Sie kann die Voten der Landesverbände bei ihrer Entscheidung berücksichtigen.
Im ersten Bewerbungsverfahren (Schuljahr 26/27) setzt sich die Jury aus folgenden Personen zusammen: Susanne Aretz, Thomas Doepner, Cornelia Eberhardt.
Die Vergabekriterien finden Sie in der Anlage.
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am vergangenen Wochenende ist Dr. Otmar Kampert, Oberstufenleiter des Gymnasiums St. Christophorus in Werne und mit Leib und Seele Griechischlehrer, viel zu früh und völlig unerwartet mitten aus dem Leben gerissen worden.
Die Nachricht hat uns zeitgleich mit dem Versand unseres Rundbriefs erreicht und uns tief getroffen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle noch gesondert über seinen Tod informieren.
Otmar Kampert war ein engagierter und leidenschaftlicher Lehrer, dem das Griechische und seine Schülerinnen und Schüler besonders am Herzen lagen. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine große Lücke.
In der nächsten Ausgabe des LGNRW möchten wir einen Nachruf auf ihn veröffentlichen. Wenn jemand aus dem Kreis der Kolleginnen und Kollegen mit einem persönlichen Beitrag, einer Erinnerung oder einem Gedanken daran mitwirken möchte, freuen wir uns über eine kurze Nachricht an unsere bekannte E-Mail-Adresse:
vorstand[at]davnrw.de
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Angehörigen, seinen Kolleginnen und Kollegen und allen, die ihm verbunden waren.
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von Dr. Achim Beyer, Bezirksregierung Köln, Fachdezernent für Hebräisch in Nordrhein-Westfalen (Wir bieten das Schreiben im Wortlaut)
„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit.“ (Koh 3,1)
Lieber Herr Dr. Kiesow,
vor nunmehr 15 Jahren durfte ich in der Aula des Ceciliengymnasiums zu Bielefeld mit diesen Worten aus dem Buch Kohelet Ihren Eintritt in den „Unruhestand“ begleiten. Schon damals war mir bewusst, dass Sie das Wort „Pensionierung“ niemals im Sinne eines Rückzugs verstehen würden. Ihr besonderer Geburtstag ist mir Anlass, auf Ihre drei Jahrzehnte währende unermüdliche Tätigkeit als Fachberater Hebräisch zurückzuschauen. Dabei erweist sich Kohelets Weisheit erneut als gültig – und Ihre Lebensleistung als beeindruckendes Zeugnis gelebter sapientia et humanitas.
Wenn es richtig ist, dass – frei nach Seneca – non scholae, sed vitae discimus, dann gilt für Sie das Gegenteil im besten Sinne: non vitae tantum, sed etiam scholae docuisti.
Über dreißig Jahre hinweg haben Sie nicht nur unterrichtet, sondern Generationen von Lehrkräften inspiriert, das Fach Hebräisch mit Geist, Herz und Präzision zu tragen.
Von Anfang an haben Sie das Zentralabitur Hebräisch mitbetreut und entscheidend mitgestaltet – a principio, wie Sie selbst wohlwollend, aber bestimmt gesagt hätten. In Soest, Duisburg, Wuppertal und weit darüber hinaus hat Ihre Stimme Gewicht gehabt, weil Sie stets „an der Sache und an den Menschen gleichermaßen interessiert“ waren.
Besonders die Fortbildungstagungen an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal tragen Ihre Handschrift: Durch Ihre Weitsicht, Ihr Netzwerk und Ihre Überzeugungskraft ist es gelungen, Jahr für Jahr hochkarätige Referentinnen und Referenten zu gewinnen, die mit Ihnen gemeinsam die geistige und didaktische Substanz des Hebräischen neu beleuchtet haben. Dass diese Tagungen längst zu einem festen Bestandteil des fachlichen und kollegialen Austauschs geworden sind, verdankt sich nicht zuletzt Ihrer Idee von Bildung als Begegnung – zwischen Text und Welt, Wissenschaft und Schule, Mensch und Mensch.
Doch auch nach Ihrer offiziellen Pensionierung vor nunmehr fünfzehn Jahren sind Sie dem Fach treu geblieben – nicht als stiller Beobachter, sondern als aktiver Gestalter. Drei Lehrpläne für das Fach Hebräisch tragen bis heute Ihre Handschrift. Damit haben Sie eine Kontinuität geschaffen, die selten geworden ist: die Verbindung von Tradition und Gegenwart, von philologischer Strenge und pädagogischem Feingefühl.
Lieber Herr Dr. Kiesow, Sie selbst haben mit feinem Humor gesagt, mit achtzig Jahren wollten Sie „nicht mehr in Soest sitzen“. Dass Sie aber in den Köpfen und Herzen derer, die mit Ihnen gelernt, gearbeitet und gelacht haben, fortan „anwesend abwesend“ bleiben, steht außer Frage.
Gestatten Sie mir daher, in Fortführung meines damaligen Grußworts, erneut auf Cicero zu verweisen – diesmal mit Blick auf das, was Ihnen gewiss näher liegt als Muße um ihrer selbst willen:
Otium cum dignitate (Cic. De or. 1,1) – „Eine Muße, die Würde hat.“
Möge dieses otium cum dignitate nun – an der Seite und gemeinsam mit Ihrer Frau – Ihre Zeit bestimmen: eine Zeit, in der Sie – frei von administrativen Lasten – weiterhin das tun, was Ihnen am Herzen liegt: denken, schreiben, anregen, verbinden.
Im Namen der Bezirksregierung Köln, und ganz persönlich, danke ich Ihnen von Herzen für Ihre außerordentlichen Verdienste um das Fach Hebräisch, für Ihre menschliche Zugewandtheit, Ihre Gelehrsamkeit und Ihr feines Gespür für die Balance zwischen Pflicht und Leidenschaft, lex et caritas.
Mit großem Respekt und herzlicher Verbundenheit
Ihr Achim Beyer
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Am 26. Oktober 2025 verstarb im Alter von 88 Jahren Gernot Hall, der viele Jahre die Aufgabe des Kassenwarts für den Bezirk Nordrhein innegehabt hat. Als ich 1995 auf seinen Wunsch hin dieses Amt von ihm übernommen habe, stand die Umstellung auf ein digitales Abbuchen der Mitgliedsbeiträge an. Gernot hatte die erforderlichen Daten akribisch und umfassend aufgearbeitet, um mir die Arbeit zu erleichtern. In den ersten Jahren war er für mich jederzeit eine wichtige Anlaufstelle, wenn ich Hilfe benötigte. Unschätzbar wertvoll waren seine persönlichen Kontakte innerhalb des Verbandes, so dass er das eine oder andere Mal auch skeptische Mitglieder davon überzeugen konnte, am Lastschriftverfahren teilzunehmen. Der DAV-NRW wird Gernot Hall und seine Verdienste in würdiger Erinnerung behalten.
(Bernhard Liesen)
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