Fachtagung an die Universität Bielefeld am 21. September 2022 zum Thema "Sprachsensibler Lateinunterricht" mit Prof. Dr. Stefan Kipf (Humboldt-Universität Berlin), Merve Coban (Humboldt-Universität Berlin) und Stefan Paffrath (Ernst-Abbe-Gymnasium Berlin) als Referent*innen.

Geplant ist die Tagung derzeit als Hybrid-Veranstaltung im Zeitfenster 10:00 - 17:00 Uhr. Neben Vorträgen wird es wieder Workshops geben. Infos zur Anmeldung folgen Ende Juli/Anfang August.

Vom 29.04. bis 01.05.2022 fand in den Räumlichkeiten der Kirchlichen Hochschule Wuppertal „Auf dem Heiligen Berg“ die 50. Internationale Konferenz der Hebräischlehrenden (IKH) statt.

Dank der hervorragenden Organisation von Ephorus Dr. Alexander B. Ernst und seiner engagierten Studierenden erwarteten die rund 50 Teilnehmerאinnen aus der gesamten Bundesrepublik aus Schule und Universität nicht nur ein wohldurchdachtes Tagungsprogramm in Präsenz, sondern auch hervorragend ausgestattete Räumlichkeiten mit Unterkunft in unmittelbarer Nähe, bester Verköstigung und einer kollegialen Arbeitsatmosphäre: Besonders gut in Erinnerung wird in diesem Zusammenhang vielen die gemeinsame Textarbeit zum 14. Kapitel des Richterbuches bei Getränken und Chips sowie der reich bebilderte historische Rückblick auf die vergangenen 50 I(Ö)KH-Konferenzen durch Dr. Wernfried Rieckmann bleiben. Ein Nachmittag diente zudem einer Exkursion zur Begegnungsstätte „Alte (Elberfelder) Synagoge“ mit Führung durch die Kuratorin Dr. Ulrike Schrader.

Den Auftakt der Tagung bildete ein Vortrag von Frau Prof. Dr. Anna Elise Zernecke zu der Gottesbezeichnung Eljon.

Dr. Johannes Diehl und Dr. Achim Müller stellten ihren überzeugenden und vielversprechenden neuen Ansatz zur Syntax des hebräischen Verbums vor, der die Modalität als Alternative zu gängigen Ansätzen wie dem Tempus- oder Aspektsystem in den Fokus rückt.

Dr. Reinhard G. Lehmann führte dem Auditorium am Beispiel des Vierstrich-He einen Schreibunfall als Herausforderung für Paläographie althebräischer Inschriften vor Augen.

Karoline Totsche referierte ihre Rekonstruktion der Syntax der moabitischen Mescha-Stele auf  Grundlage von deren Abklatsch.

Der Bensberger Hebräischlehrer Ulrich Berzbach leitete eine erkenntnisreiche Gruppenarbeit mit mit der modernhebräischen Bibelübersetzung Tanach ram an und gab zudem einen tiefen Einblick in den Schaukasten digitaler und noch dazu online frei zugänglicher Quellen- und Arbeitsmaterialien zum Biblischen wie modernen Hebräisch.

Den Schlusspunkt der Tagung bildete der Vortrag des eigens aus Toronto angereisten Prof. Dr. Carl S. Ehrlich zu der sensiblen Thematik „Vergewaltigung“ in den Texten der Hebräischen Bibel. Zu diesem Vortrag waren noch einmal sehr viele Gäste – darunter auch Schülerinnen und Schüler – eigens angereist, sodass der Audimax-Hörsaal der Hochschule gut besucht war. Prof. Ehrlichs kenntnisreiche Überlegungen reflektierten Vergewaltigung im engeren Sinne sowie semantisch Verwandtes in Biblischen Gesetzes- und Erzähltexten.

Alles in allem war es eine beeindruckende Fortbildungstagung und schon jetzt freuen sich die Teilnehmerאinnen auf die nächste IKH 2023 in Halle an der Saale.


Vom 11. bis 14.04.2022 fand der digitale Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbandes unter dem treffend gewählten Motto „Nähe in der Distanz. Latein und Griechisch 2.0“ statt. Im Vorfeld fand zudem die Vertreterversammlung der gewählten Landesvertreterinnen und -vertreter statt. Aus NRW nahmen an der Vertreterversammlung Frau Dr. Aretz, Herr Dr. habil. Laarmann und Herr Nießen teil.

Nach mehreren Anläufen in Präsenz, denen die Pandemie leider immer einen Strich durch die Rechnung machte, kann die Veranstaltung dank der Organisation durch den Bundesvorstand – Prof. Dr. Stefan Freund und sein Team – sowie das Institut für klassische Philologie der Universität Würzburg – allen voran Herrn Prof. Dr. Thomas Baier und seinen engagierten Mitarbeitenden und Studierenden – als voller Erfolg bezeichnet werden. Im Hintergrund stellte Clemens Liedtke in der von ihm gewohnt zuverlässigen Weise den technisch einwandfreien Ablauf der Veranstaltung sicher. Zeitweise nahmen an der digitalen Veranstaltung rund 200 Personen gleichzeitig teil.

Den Auftakt des mehrtägigen Kongresses bildete die Verleihung des Humanismus-Preises an den Österreichischen Bundesminister für Wissenschaft und Forschung a. D. und klassischen Philologen Prof. Dr. Karlheinz Töchterle.

Der Fortbildungsteil der Veranstaltung deckte fachwissenschaftliche wie fachdidaktische Themen sowohl zum Lateinischen als auch Griechischen von der klassischen Antike bis zu deren Rezeption in Mittelalter und Neuzeit ab. Ein leichter Schwerpunkt lag naturgemäß auf digitalisierungsaffinen Themen- oder Fragestellungen, aber auch etwa die Latinitas viva kam nicht zu kurz. Zu den Kongressformaten zählten sowohl klassische Vorträge als auch interaktive Workshops.

Aus NRW steuerten Dr. Thomas Doepner und Marina Keip einen Workshop zur Texterschließung bei und Dr. Jochen Sauer bot einen fundierten Überblick über die neueste Forschung zu Ciceros politischer Philosophie. Dr. Anja Wieber widmete sich dem Einsatz von Erklär- und Trickfilmen im Lateinunterricht und Ann-Kathrin Giebe thematisierte selbstreguliertes Lernen in virtuellen Klassenräumen.

Neben ausgewiesenen Fachwissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen und Fachdidaktikern und -didaktikerinnen waren auch prominente Vortragende außerhalb unserer Fächer, wie der Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch oder das ehemalige EZB-Direktoriumsmitglied Prof. Dr. Otmar Issing geladen.

Die Tagungsmaterialien werden allen Teilnehmenden auch noch im Nachgang der Veranstaltung unter https://bundeskongress.altphilologenverband.de/ zur Verfügung stehen und ein Teil der Vorträge wird sich auf dem youtube-Kanal des DAV finden.

Alle Teilnehmenden dürfen sich schon jetzt auf den nächsten Bundeskongress 2024 an der Bergischen Universität Wuppertal freuen.


Die Ausstellung „Latein. Tot oder lebendig!?“ im Kloster Dalheim wird am 13.05.2022 eröffnet und kann bis zum 08.01.2023 besucht werden: LWL - Vorschau - Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur. Über den Mobilitätsfond ist es möglich, kostenneutral nach Dalheim zu kommen. Weitere Informationen dazu gibt es unter: LWL | Mobilitätsfonds - LWL-Kultur


Die Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal lädt zu ihren Colloquia Montana, einer Fortbildungsveranstaltung am 01.06.2022 in Präsenz ein: Colloquia Montana am 01.06.22 (uni-wuppertal.de)

» Programm zum Download