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Aktuelles

Bericht Fortbildung „#Lateincamp – Latein und Griechisch digital“

veranstaltet in Kooperation des DAV NRW zusammen mit CC Buchner

Samstag,16.05.20, 10.00 – 13.30 Uhr

von Dr. Susanne Aretz

Eigentlich war diese Fortbildung als reales Barcamp geplant: Die Teilgeber*innen sollten sich für einen ganzen Tag im ZfsL Dortmund treffen und austauschen. Es sollten parallele Sessions zu digitalen Themen und Fragestellungen stattfinden, von denen einige gesetzt waren und zusätzliche von den Teilgeber*innen angeboten werden. In der Mittagspause hätte es einen Imbiss in der schönen Dortmunder Caupona gegeben... 

Leider, leider war dieses Jahr alles anders: Corona ließ ein Aufeinandertreffen von 100 Lateinlehrer*innen nicht zu. Wir – Dr. Maren Saiko, die Geschäftsführerin des CC Buchner-Verlages, und ich, die Vorsitzende des DAV NRW – hatten die Idee, dieses Barcamp zunächst einmal über eine Zoomvideokonferenz laufen zu lassen. Da keiner einen ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzt, mussten die gesetzten Vorträge halbiert und die nebeneinander laufenden Sessions in Plenumsvorträge mit Breakoutsessions geändert werden. Leider gab es auch keinen Imbiss. Stattdessen traf man sich zum Kennenlernen in den sogenannten „Kennenlernrunden“ und am Ende nach der Evaluation in einem „Apéro“.

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Stellungnahme des DAV NRW zum Entwurf des KLP Sek I im Fach Griechisch

Der neue Kernlehrplan für die Sekundarstufe I im Fach Griechisch steht vor der Herausforderung, auf der einen Seite den gewünschten und erforderlichen Anschluss an den vorhandenen Lehrplan der ‚Alten Sprachen‘, den KLP Latein, herzustellen, auf der anderen Seite aber die Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale des Fachs Griechisch deutlich zu kommunizieren. Dies gilt umso mehr, als ein Lehrplan nicht nur ein bloßes  Steuerungsinstrument für die Vermittlung der Inhalte und Kompetenzen, sondern auch für das Selbstverständnis des Fachs sein muss. Der DAV NRW vertritt nach intensiver Beschäftigung mit dem Entwurf des KLP für die Sek I und nach Konsultation mit mehreren Griechischlehrerinnen und -lehrern dezidiert die Auffassung, dass gewissermaßen das ‚Prepon‘ (das Angemessene) zwischen den beiden genannten Polen nicht erreicht ist: Alleinstellungsmerkmale und Besonderheiten des Griechischen werden im gegenwärtigen Entwurf nicht ausreichend sichtbar. Dieser Umstand ist für uns wirklich sehr schmerzlich, weil dieser Anspruch in dem Lehrplan für die Sek I von 1993 sehr gut eingelöst worden war und selbst der gegenwärtige KLP für die Sek II das Fach wesentlich geschickter begründet.

Die Aufgaben und Ziele des Faches müssen die Selbstständigkeit des Faches gerade auch im Unterschied zum Lateinischen ausschärfen. Selbst wenn die historische Kommunikation und die Sprachbildung in beiden Fächern Leitziele sind, so müssen in diesen beiden Leitzielen die Unterschiede zum Fach Latein herausgearbeitet werden. Eine Neuformulierung des Entwurfs des KLP Sek I Griechisch ist dazu nicht nötig, wohl aber sind in unseren Augen einige wenige Ergänzungen, Neuakzentuierungen und Ausschärfungen unerlässlich. Konkrete Vorschläge hierzu möchten wir im Folgenden unterbreiten.

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Eton-Oxbridge-Altgriechisch?

Im folgenden Artikel wird Altgriechisch als Zeichen des brexitären Leistungsadels gebrandmarkt.
Es wird Zeit, dass es wieder ein Fach für alle wird!
(Dr. Susanne Aretz)
 

Pressespiegel

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Bericht: Die Bedeutung der humanistischen Bildung zur professionellen Erheiterung (Jürgen von der Lippe)

20.01.10 Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität

Am Montagabend hat Jürgen von der Lippe in der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität einen Vortrag über die „Bedeutung der humanistischen Bildung zur professionellen Erheiterung“ gehalten.

Herr Prof. Dr. Michael Reichel (Gräzistik) hatte ihn damit gelockt, dass auch Thomas Gottschalk dort einmal einen Vortrag nach einer verlorenen Saalwette gehalten habe. Jürgen von der Lippe müsse auch nicht wie jener nach der nächsten verlorenen Saalwette in einem Wiener Bordell mit Nikolauskostüm auftreten. Das war das schlagende Argument. Der Hörsaal war gut gefüllt mit nicht nur „Professionellen“, sprich Altphilologen. Was folgte, war ein Potpourri aus den Auftritten der vergangenen Jahre, die meistens einen philologischen Hintergrund hatten: Es wurden lateinisch-griechische Bastarde wie „homosexuell“ erklärt. In einem amüsanten Dialog las Homers Ehefrau ihrem Mann die Leviten und trennte sich treffend von ihm mit „Du kannst Dir ja auch ein Bett aus nem Ölbaum schnitzen. So eine bekloppte Idee.“ Von der Lippe erklärte seine Angst vor Krankheiten - nicht Hypochondrie, sondern Nosophobie, machte den Unterschied zwischen Flatulenz und Deflatieren deutlich und weidete sich an „Malapropismen“ wie „Expressionisten im Wald“ oder Podolskis „Da hat der Trainer den Focus sehr hoch gehängt.“ Wirklich philologisch wurden die Ausführungen zu „Kamelos“, das eigentlich Schiffstau bedeutet und das Luther übersetzt mit „Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr.“

Das Ganze wurde vom WDR aufgezeichnet und kann sicherlich bald im Fernsehen gesehen werden. Viel Material für Schnupperstunden wird man vermutlich nicht daraus ziehen können, da das Allermeiste doch eher unter der Gürtellinie spielte.

Für den DAVNRW, Dr. Susanne Aretz

 


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