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Aktuelles

Fortbildung: Texterschließung bei der Einstiegslektüre

Digitale Fortbildungsveranstaltung

des Ernst Klett Verlages mit Unterstützung durch den DAV NRW

Texterschließung bei der Einstiegslektüre

Mit Ruth Schaefer-Franke und Asmus Kurig

Samstag, 20.02.21, 10.00-13.00 Uhr

Online-Seminar

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Worum geht es überhaupt?

Texterschließung und Einstiegslektüre

Wie melde ich mich an?

Die Anmeldung erfolgt über den Ernst Klett Verlag unter dem folgenden LINK:  https://www.klett.de/fortbildungen/fortbildung-22318

Bitte beachten Sie: Die Plätze sind begrenzt. Anmeldeschluss ist ein Tag vor Live-Termin, sofern das Online-Seminar nicht vorher ausgebucht ist.

Welche Kosten entstehen mir?

Die Teilnahme am Online-Seminar ist kostenlos.

Gibt es eine Teilnahmebestätigung?

Sie erhalten bei Teilnahme eine Teilnahmebestätigung über die Veranstaltung.

Mit welchen Inhalten kann ich rechnen?

Der neue Kernlehrplan Latein Sek I NRW fordert in den Klassenarbeiten explizit vor der Übersetzung und der Interpretation verschiedene Verfahren der Texterschließung. Die Online-Tagung vereint den von der Lehrerschaft geäußerten Bedarf an der Behandlung der Themen „Texterschließung“ und „Einstiegslektüre“.

Auf der Grundlage von Gedächtnispsychologie und Leseforschung wird ein semantischer Ansatz zur Erschließung von lateinischen Texten vorgestellt. Nach einer theoretischen Einführung und einem praktischen Beispiel vollziehen die Teilnehmenden in Workshops mit maximal 10 Personen an verschiedenen Beispielen diesen semantischen Ansatz nach. Exemplarisch sollen einige Produkte aus den Workshops im Anschluss vorgestellt werden.

Welche Voraussetzungen muss ich haben?

Sie benötigen einen Computer (PC/Laptop) mit Internetzugang und Lautsprecher oder einen Kopfhörer. Alternativ können Sie auch über ein mobiles Endgerät, z. B. Tablet oder Smartphone, teilnehmen (eingeschränkter Funktionsumfang). Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie dann Ihre Zugangsdaten. 

Wir empfehlen außerdem die Teilnahme am Online-Seminar (per PC/Laptop) über die Adobe Connect Desktop Applikation. Damit umgehen Sie browserbasierte Probleme. Den Download-Link (für Windows oder Mac) finden Sie unter: https://helpx.adobe.com/adobe-connect/connect-downloads-updates.html#Application

Wie läuft der Samstagvormittag ab?

–  10.00 - 10.10 Uhr: Begrüßung, Organisation, Technik

–  10.10 - 10.15 Uhr: Begrüßung durch Udo Tok (Ernst Klett Verlag)

–  10.15 - 10.30 Uhr: Begrüßung und Einführung in das Thema durch Dr. Susanne Aretz (DAV NRW)

–  10.30 - 11.30 Uhr: Vortrag von Ruth Schaefer-Franke und Asmus Kurig

–  11.30 - 10.40 Uhr: Beantwortung der Fragen aus dem Chat

–  11.40 - 11.50 Uhr: Pause

–  11.50 - 12.20 Uhr: Workshops in Breakoutrooms mit max. 10 Personen

–  12.20 - 12.40 Uhr: Feedbackrunde aus den Breakoutrooms

–  12.40 - 13.00 Uhr: Evaluation und Apéro

Wir wünschen uns allen eine gelungene Konferenz und sind gespannt auf die Ergebnisse!

Herzliche Grüße

gez. Dr. Susanne Aretz (DAV NRW)

 

Podiumsdiskussion: Latein und Griechisch - Wozu das alte Zeug?

Die Diskussion fand am Mittwoch, dem 09.12.20., von 14.30-16.00 Uhr, per Zoomkonferenz im Rahmen der vom Team der Griechischlehrerfortbildung organisierten jährlichen Griechischlehrerfortbildung statt. Sie richtete sich aber an alle Lehrer*innen der Alten Sprachen, die sich teilweise auch mit ihren Schüler*innen dazugeschaltet hatten.

Grundsätzlich ging es um die Frage, was man lernen soll und warum die Alten Sprachen im Bildungkanon eine Rolle spielen. Dazu hatte der Moderator Dr. Norbert Gertz Teilnehmende mit Rang und Namen aus Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen. Mit dabei waren:

Prof Dr. Dr. Nils Ole Oermann, D. Phil. (Oxon.), Wirtschaftsethiker, Leuphana Universität Lüneburg/Oxford University, u.a. als Berater von Wolfgang Schäuble und im DAX30 tätig

Dr. Klaus Reinhardt, Bielefeld, Präsident der Bundesärztekammer, Vorsitzender des Hartmann-Bundes

Prof. Dr. Manfred Gerwing, Eichstätt, Prof. für Theologie , Ehemaliger Leiter des IfL

Michalis Patentalis, Schriftsteller und Europologe, Vertreter des griechischen Generalkonsulats in Düsseldorf, Systemischer Therapeut

Link: https://drive.google.com/drive/folders/10OboXssJAWN-2Y-R8hk9Vgj4pf6HCSSX?

Es besteht ein feiner Unterschied zwischen nutzlos und ohne Nutzen.

Prof. Nils Ole Oermann 

Die Alten Sprachen sind eine Gymnastizierung des Geistes.

Dr. Klaus Reinhardt

Ich erkenne blind, wer Griechisch hatte.

Prof. Manfred Gerwing

Griechisch bedeutet „geistigen Luxus“.

Michalis Patentalis

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Presseschau 2020

Rheinische Post Samstag 28. November 20: Quare lingua latina utilis est? – Warum ist Latein nützlich?

https://rp-online.de/nrw/hochschulen/latein-interview-mit-professor-stefan-kipf-zahlen-sowie-pro-und-contra_aid-54791767

Die RP führt ein langes Interview mit Stefan Kipf über den Nutzen des Lateinischen. Professor Kipf hebt besonders den Nutzen des Lateinischen für die sprachlichen Fähigkeiten und das historische Bewusstsein hervor und lobt die heutige Attraktivität des Lateinunterrichts. Dass es auf den Lehrer / die Lehrerin ankommt, zeigen auch die pro-contra-Latein-Artikel von M. Bewerunge und P. Holstein. Letzterer hat seinem Sohn dann deshalb auch zu Französisch geraten. Latein ist zwar immer noch auf dem dritten Platz der Fremdsprachen hinter Englisch und Französisch, aber die Zahlen sind seit 2008 auch in NRW gesunken. 


Rolf Dobelli: Stoa und Corona: was uns Seneca hier und heute zu sagen hat

https://www.nzz.ch/feuilleton/corona-und-stoa-die-alten-roemer-halten-loesungen-parat-ld.1585225?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

In: NZZ – Neue Zürcher Zeitung, Feuilleton – 07.11.2020

In diesem lesenswerten Artikel fragt Rolf Dobelli, was der Stoiker Seneca uns in dieser Coronakrise gesagt hätte: Lamentieren hilft nicht. Es gibt eben Dinge, die wir beeinflussen können, und andere, zu denen das Virus gehört, eben nicht. Auch der Investor  Warren Buffett hatte eine Ablage für Dinge, die „too hard“ für ihn waren und von denen er sich ferngehalten hat. So sollte man es auch mit „Covid 19“ halten. Die in der Lage geübte Solidarität des Staates mit Coronaverlierern würden die Stoiker allerdings loben. Außerdem sollten wir relativieren und uns denken „Es gibt Schlimmeres.“ Die schlimmste Pandemie, der Tod, wartet sowieso auf jeden. Und: Wir sind auch im strengsten Lockdown frei. Auch Seneca konnte auf Korsika zwar nicht seine Karriere, aber seine Gedankenarbeit vorantreiben.

 

Neuankündigung des DAV NRW

Die Pandemie stellte uns alle in diesem Jahr vor gewaltige Herausforderungen:

Die geplanten Fortbildungen in Präsenz mussten digital stattfinden: Das Barcamp am ZfsL Dortmund in Zusammenarbeit mit dem C.C. Buchner-Verlag wurde zu einem digitalen Barcamp am 15. Mai 2020 und war ein solcher Erfolg, dass es mit anderen Inhalten am 31. August 2020 und mit 200 Teilnehmenden wiederholt wurde. Die Fortbildung zur Leistungsbewertung, die in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Klassische Philologie der Ruhr-Universität Bochum und dem dortigen Geisteswissenschaftlichen Schülerlabor geplant war, fand am 12. September 2020 ebenfalls digital statt. Dort äußerten Sie den Wunsch nach einem Forum für den Austausch von Ideen zur Leistungsbewertung, das wir Ihnen gerne in einer geeigneten Form ermöglichen möchten.


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Für das nächste Jahr sind weitere Fortbildungen geplant: Sowohl das reale Barcamp als auch die Vorstellung des Geisteswissenschaftlichen Schülerlabors sind noch nicht vergessen, werden aber Corona-bedingt noch etwas warten müssen.

Wir werden – wie es Ihr Wunsch bei den letzten Veranstaltungen war – zusammen mit dem Klett-Verlag am 20. Februar eine digitale oder Hybridfortbildung zu Methoden der Texterschließung bei der Einstiegslektüre anbieten.

Für die DAV-Landestagung 2021 ist Folgendes schon sicher:

Sie wird zweitägig am 28. und 29. Oktober 2021 in einem großen Tagungshotel in Dortmund stattfinden. Das übergeordnete Thema lautet „Lebensweltbezug antiker Texte“. Wir planen, eventuell Vorträge und Workshops parallel laufen zu lassen, und möchten Sie auch hier ermuntern, dazu selbst aktiv etwas beizutragen.

Wir haben begonnen, alle zwei Monate per E-Mail ein Rundschreiben mit anstehenden Veranstaltungen zu verschicken, haben aber leider nicht die E-Mail-Adressen aller Verbandsmitglieder. Falls Sie noch keine Rundmail erhalten haben, dies aber möchten, informieren Sie uns doch einfach eine E-Mail.

Zudem möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie auf unserer Homepage bald ein Modell einer Latinumsurkunde finden werden, die Sie Ihren Schüler*innen ausstellen können. Auch im nächsten Jahr werden wir Abiturient*innen Ihrer Schulen mit herausragenden Leistungen in den Fächern Latein und Griechisch mit einem Anschreiben, einer Urkunde und einer originalen römischen bzw. griechischen Münze prämieren. Dazu melden Sie sich bitte ebenfalls beim DAV NRW und beschränken sich bitte auf eine Schülerin bzw. einen Schüler pro Fach.

Das zweite Heft unserer Verbandszeitschrift LGNRW mit dem Titel „Digitalisierung“ werden Sie in der nächsten Woche in Händen halten. Die Themen der nächsten Hefte lauten „Leistungsbewertung“ (1/2021) und „Exkursionen“ (2/2021). Weitere Themen werden „Texterschließung“, „Einstiegsautoren“, wie z. B. „Plinius der Jüngere“, oder „Demokratiebildung“ sein. Wenn Sie an der Mitgestaltung dieser Hefte interessiert sind, wenden Sie sich bitte an uns. Wir sind auch dankbar für weitere Themenvorschläge. Wichtig ist uns lediglich für jedes Heft die Themengebundenheit und ein möglicher Bezug zum Land NRW.

Jetzt habe ich so häufig geschrieben, dass Sie sich an uns wenden können. Benutzen Sie dafür einfach folgende Emailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Ihre Susanne Aretz für den DAV NRW

 

Bericht zur digitalen Fortbildung des DAV NRW „Leistungsbewertung“

12.09., 10-00 – 13.30 Uhr 

Am Samstagvormittag trafen sich fast 80 motivierte Lateinlehrer*innen am Bildschirm, um via Zoom an der Fortbildung des DAV NRW teilzunehmen. Der Schwerpunkt dieser Fortbildung lag auf der Vorstellung und Diskussion des Duisburger Modells als eines Kompromisses zwischen der tradierten Fehlerkorrektur und alternativen Bewertungsformaten. Der neue Kernlehrplan für die Sek I in NRW eröffnet den Fachschaften viele Freiheiten in der Bewertung von Klassenarbeiten, die in die Bahnen der Oberstufenvorgaben münden müssen.

Im ersten Teil der Fortbildung wurde nun das Duisburger Modell, das die innovativen Ansätze des neuen Kernlehrplans mit den bewährten Verfahren verbindet, vorgestellt, erprobt und diskutiert, während der zweite Teil in Vortrag und Diskussion die grundsätzliche Problematik der Leistungsbewertung im Lateinunterricht thematisierte.

Durch die Veranstaltung des DAV NRW führten Dr. Anja Wieber und Maximilian Nießen. Um die Technik kümmerte sich Dr. Matthias Laarmann. Nach Begrüßung, Klären des Organisatorischen und einem ersten Kennenlernen in kleineren Breakoutsessions stellten Dr. Thomas Doepner und Dr. Stephanie Kurczyk das Duisburger Modell vor, das hervorgegangen ist aus der Arbeit des Duisburger Arbeitskreises und zusammengefasst auf 10 Seiten im AU 4+5 / 2017 (S. 60-69) zu finden ist.

Nach der Erläuterung der genauen Verknüpfung von Textverständnis und gemäßigter Fehlerkorrektur ging es in die Erarbeitungsphase, in der den Teilnehmer*innen eine Klassenarbeit mit Erwartungshorizont und Schülerlösung zur Korrektur vorlag. Jeder korrigierte zunächst für sich nach dem Duisburger Modell und begab sich dann in Partnerbreakoutsessions, um die Ergebnisse miteinander zu besprechen. In der anschließenden Plenumsrunde wurde z.B. die unterschiedliche Notengebung bei Textverständnis und Fehlerkorrektur, die Schwierigkeit der Fehlerzuschreibung für den lateinischen Satz oder die grundsätzliche Problematik der Verknüpfung von Sinnverständnis und Fehlerkorrektur angesprochen. Nach einer zehnminütigen Pause traf man sich erfrischt wieder, um dem Vortrag „Impulse zu weiteren Aspekten von Leistungsbewertung – Die Bewertung der schriftlichen Übersetzungsleistung von Klassenarbeiten und Klausuren, Ist-Stand und Perspektiven“ von Dr. Matthias Korn zu folgen. Hier wurden neben einer Würdigung des Duisburger Modells zwei weitere Modelle vorgestellt, das Österreichische Modell und das Schweizer International Baccalaureate. Am Ende stand die Frage, ob man nicht langfristig zu einer objektivierbaren Messung von Sinnerfassung gelangen könnte.

Die nachfolgende Diskussionsrunde war so anregend, dass sie in den Vorschlag mündete, doch die Ideen der Lateinlehrer*innen zur Leistungsbewertung in z.B. einem padlet auf der Homepage des DAV NRW zu sammeln. Auch die Edkimobefragung ergab eine sehr hohe Zufriedenheit mit der Fortbildung und den Wunsch nach weiterer Diskussion. 

Dr. Susanne Aretz

 

 

 


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