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Aktuelles

Fortbildung: Übersetzen im Wandel

Einladung zu einer Veranstaltung im Rahmen der unterregionalisierten Lehrerfortbildung im Fach Latein am Gymnasium und an Schulen mit GOSt
Bezug: Amtliches Fortbildungsprogramm der Bezirksregierung Düsseldorf, Dez. 46

Thema: Übersetzen im Wandel
Referent: Dr. Thomas Brückner
Termin/Zeit: Mittwoch, den 10.10.2018, 15.00 bis ca.18.00 Uhr
Ort: Geschwister-Scholl-Gymnasium, Redinghovenstr. 41, 40225 Düsseldorf , Raum 213

Information zum Thema der Fortbildung:
Der übersetzerischen Arbeit kommt im Lateinunterricht zentrale Bedeutung zu. Dabei gilt das Augenmerk auf Schüler- wie Lehrerseite zwei verschiedenen Sprachen gleichzeitig. Der mögliche Gegensatz von Sinn- oder Textverständnis und Strukturverständnis verweist auf den Kern der Übersetzungsproblematik. Die Fähigkeit zu übersetzen entwickelt sich bei den Schülern über einen langen Zeitraum, doch trifft der vom Lehrer geführte Unterricht bewusst oder unbewusst schon früh Grundsatzentscheidungen. Die Fortbildung möchte größere Klarheit über das vermitteln, was die übersetzerische Arbeit im Unterricht bis in Einzelheiten bestimmt und prägt. Die Beispiele setzen im Anfangsunterricht ein, behandeln Erscheinungen der lateinischen Syntax und fokussieren abschließend das Verständnis und die Wiedergabe des Prädikativum in ausgewählten Beispielen von Ovids Metamorphosen.

Wenn Sie interessiert sind, melden Sie sich bitte bis zum 03.10.2018 über den angefügten Bogen an. Die von Ihrer Schulleitung benannten Lehrkräfte gelten als zu dieser Fortbildungsveranstaltung abgeordnet und sind somit dienstunfallrechtlich geschützt. Reisekosten werden nicht von der Bezirksregierung erstattet. Ein Antrag auf Sonderurlaub ist nicht erforderlich, da es sich um die Teilnahme an einer Veranstaltung der amtlichen Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer handelt.

»Informationen und Anmeldebogen zum Download (PDF)


 

Fortbildung: Lateinunterricht heute – Aktuelle Aspekte

Unbenanntes Dokument
Das IfL - Institut für Lehrerfortbildung bietet in einem zweijährigen Rhythmus eine Fortbildungstagung für Latein-Lehrerinnen und - Lehrer sowie ReferendarInnen an. Dieses Jahr ist es wieder so weit.
Besondere Aufmerksamkeit bei der Themenauswahl ist den aktuellen und künftigen Autoren im Zentralabitur NRW geschenkt worden.

Kurs 18211303

Lateinunterricht heute – Aktuelle Aspekte

15. – 16. November 2018

Kardinal-Hengsbach-Haus, Dahler Höhe 29, 45239 Essen

Leitung: Dr. Matthias Laarmann, Dr. Anja Wieber, Dr. Thomas Böhm (IfL)

Referenten: Rudolf Henneböhl, Dr. Norbert Larsen, Prof. Dr. Bernhard Linke, Dr. Stefan Müller, Prof. DDr. Helmut Seng, Dr. Bettina Tremmel, Dr. Anja Wieber.

Kursentgelte: 90,00 €

Anmeldeschluss: 11.10.2018

Kursanmeldung: https://www.ifl-fortbildung.de → Veranstaltungen → Fachspezifische Unterrichtsentwicklung → Fremdsprachen.

Programm:

DO. 15.11.2018

(alle Vorträge mit Anschlussdiskussion)

10.00 – 10.15 Uhr

Dr. Matthias Laarmann (Dortmund)

Begrüßung, Formalia

10.15 – 11.45 Uhr

Rudolf Henneböhl (Bad Driburg):

Ovids Weg vom Liebeselegiker zum Liebesepiker

12.00 Uhr

Mittagessen

14.00 – 15.30 Uhr

Dr. Norbert Larsen / Dr. Stefan Müller (Hagen):

Augustinus – was ein Lateinlehrer über ihn wissen sollte.
Fachdidaktische Hinweise und Unterrichtsbausteine

15.30 – 16.00 Uhr

Kaffeepause

16.00 – 18.00 Uhr

Dr. Anja Wieber (Dortmund)

„Das Leben des heiligen Augustinus“ (2009, mit Franco Nero, Alessandro Preziosi u.a.) – ein Filmgespräch

18.00 Uhr

Abendessen

19.30 – 21.00 Uhr

Wiss. Ref.‘ Dr. Bettina Tremmel (LWL Münster):

Neue Erkenntnisse der römischen Provinzialarchäologie in Westfalen

FR. 16.11.2018

 

9.00 – 10.30 Uhr

Prof. Dr. Bernhard Linke (Univ. Bochum):

Das ‚Bellum Iugurthinum‘ und der Gegenwartsanalytiker Sallust, oder:
Was zwei historische Kontexte verbindet

11.00 – 11.15 Uhr

Stehkaffee

11.15 – 12.30 Uhr

Prof. Dr. Dr. Helmut Seng (Univ. Frankfurt/M.)

Sallust und Livius - Synkrisis zweier römischer Historiker

12.30 Uhr

Mittagessen

»Informationen zum Download (PDF)

 

Didaktik-Workshop: Neulatein im Unterricht am Beispiel von Ubertino Carraras Columbus (1725)

neulatein-ws-2018Das Lateinische hat als Basissprache Europas die europäische Kulturgeschichte gerade in Mittelalter und Früher Neuzeit entscheidend geprägt. Die reiche lateinische Literatur dieser Epochen liefert einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis europäischer Geschichte und Kultur und ist daher in besonderer Weise geeignet, im Unterricht die Fähigkeit der historischen Kommunikation zu vermitteln. Obschon in den Lehrplänen regelmäßig erwähnt, spielen mittel- und neulateinische Texte im Unterricht nur eine marginale Rolle.

Im Didaktik-Workshop soll anhand des Columbus-Epos des Jesuiten Ubertino Carrara (1642-1716), in dem in enger sprachlicher und formaler Anlehnung an Vergil die ‚Entdeckung‛ Amerikas episch ausgestaltet wird, exemplarisch ein neulateinischer Text didaktisch für den Unterricht erschlossen werden. Dabei sollen auch allgemeine Fragen zur Verwendung mittel- und neulateinischer Texte im Lateinunterricht diskutiert werden.

Die Veranstaltung richtet sich an Lehramtsstudierende sowie Lehrerinnen und Lehrer. Am Vorabend, den 19.6.2018 hält Dr. Christian Peters an der Universität Bonn zudem einen öffentlichen Vortrag zum neulateinischen Epos, der den Workshop inhaltlich vorbereitet.

Leitung: Dr. Christian Peters
Zeit: Mittwoch, 20.6.2018
16.15 – 17.45 Uhr

Ort: Walter-Kranz-Raum (3.099)
Universität Bonn
Am Hof 1e, 53113 Bonn

Fragen sowie Anmeldung – bis 4.6.2018– per Mail an Alexander Winkler
( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )

» Informationen zum Download (PDF)

uni-bonn-classics-logo

 

Pressespiegel: Niemand will mehr Latein lernen. Oder?

latein-sz-2018

Ist die Liebe zu den Alten Sprachen abgekühlt? Aktuelle Statistiken scheinen das nahezulegen.

Diese Interpretation wird allerdings von Dr. Benedikt Simons, stellvwrtretender Landesvorsitzender des DAV Nordrhein-Westfalen, im Gespräch mit der "SZ" geradegerückt - der Latein- und Griechischlehrer warnt davor, in Alarmismus zu verfallen. Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: 

http://www.sueddeutsche.de/bildung/schulbildung-niemand-will-mehr-latein-lernen-oder-1.3954048

 

Zum Beitrag „Lateinlehrer kämpfen für die Existenz ihres Fachs“, RP 7. 4. 2018

Der Beitrag aus der "Rheinischen Post" (zum Online-Artikel: http://www.rp-online.de/politik/lateinlehrer-kaempfen-fuer-die-existenz-ihres-fachs-aid-1.7499550) vom 7. 4. ist ein brillantes Beispiel für die hartnäckige Beständigkeit von Klischees, von denen in diesem Rahmen nur zwei betrachtet werden können:

Klischee 1) – Die schlechten Zahlen und der Kampf um die Existenz: Im Vergleich zu 2006/ 7, dem Höhepunkt der „Lateinhype“ in Deutschland, sind die Zahlen gefallen. Erklärungen dafür gibt es viele (Rückgang der Schülerzahlen insgesamt, G8 u. v. m.). Im Vergleich zu 2000 liegen die Zahlen nach wie vor um ca. 10% höher. Im Vergleich zu den letzten Jahren sind sie recht konstant, bei den Griechischschülerinnen und –schülern gibt es einen leichten Anstieg. Im Vergleich zu 1902 oder 1955 sind die Zahlen natürlich der „Untergang des Abendlandes“. Das ist eben das Problem mit relativen Zahlenangaben. Auf dem Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbandes jedenfalls hatte man nicht den folgenden Eindruck –und auch das Interview des Deutschlandfunks mit H. Loos, auf das im Beitrag zurückgegriffen wurde, ließ diesen Eindruck nicht erkennen: Die Lehrer und Lehrerinnen der Alten Sprachen mühten sich wie in Existenzangst mümmelnde Hasen bei der verwertungsorientierten Treibjagd aktueller „Bildungspolitik“ damit ab, die Attraktivität ihrer Fächer für größeren Teilnehmergewinn aufzupeppen. Unsere Arbeit betraf substanzielles, nämlich wie ertragreicher und sinnstiftender, mithin guter Unterricht mit unterschiedlichen Methoden, Medien und Themen gestaltet werden kann.

Klischee 2) – Wer Latein kann, kann gut andere (romanische) Sprachen und deutsche Fremdworte (u. a. der Naturwissenschaften): Das Ziel des altsprachlichen Unterrichts ist nicht, Krückstock zum Erwerb anderer Sprachen oder zur Ableitung von Fremdworten zu sein. Diese Fähigkeiten sind eine Folge altsprachlichen Unterrichts, aber nicht ihr Ziel. Es gibt drei Ziele: Erstens denken Schülerinnen und Schüler darüber nach, wie eine Sprache als System aufgebaut ist, welche sprachlichen Gemeinsamkeiten es gibt, wie man sie systematisch erfassen kann. Zweitens denken Schülerinnen und Schüler darüber nach, was Sprache überhaupt ist, wie sie funktioniert, welche Aufgaben bestimmte Worte aus welchen Gründen innerhalb eines Satzes und/ oder Textes haben. Um es zu veranschaulichen: 70% der Schülerinnen und Schüler einer Schule in Berlin – Neukölln (90% haben einen Migrationshintergrund) wählen Latein, um eine sprachliche Brücke zu schlagen zwischen den 14 Muttersprachen und der deutschen Umgangssprache im Unterricht. Drittens kommunizieren wir mit den Autoren, die grundlegende Fragen für die Entwicklung eines jungen Menschen als erste gestellt und tiefgreifend beantwortet haben. Ob es die Frage nach den Grundlagen gegenseitigen Respekts oder eines angemessenen politischen Miteinanders geht. Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Dies sind natürlich nicht materiell verwertbare Ziele auf dem Weg zum Vorstandsvorsitz, aber wenn man „Bildung“ anders versteht, dann können sie für die Bildung junger Menschen sehr förderlich sein.

Man hätte diese Punkte besprechen können. Allerdings hat die RP, obwohl sie selbst anfragte, auf meine zweimalige Antwort mit Stillschweigen reagiert. Mal schauen, ob sie diesen Beitrag aufnimmt.

Dr. B. Simons
Bilkrather Weg 30
40489 Düsseldorf

Vorstand des Deutschen Altphilologenverbandes
 


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