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Presse

Alte Sprachen in der Presse

Der "Gießener Anzeiger" berichtet über eine Tagung an der JLU: Zum wissenschaftlichen Austausch über das "Erzählen im antiken Dialog" hat das Institut für Altertumswissenschaften der JLU Gießen internationale Experten auf Schloss Rauischholzhausen eingeladen.

Weiterlesen: https://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/der-antike-dialog-steht-im-fokus-einer-tagung-an-der-jlu-giessen_20030937#


 

Im Interview mit "ZEIT Campus" berichtet die junge Erfolgsautorin Vea Kaiser, warum sie neben dem Schreiben von Romanen immer noch mit Begeisterung Latein und Griechisch studiert:

Weiterlesen: https://www.zeit.de/campus/2019/02/vea-kaiser-schriftstellerin-autorin-roman-blasmusikpop

 


 

Auch der Schauspieler Christoph Waltz denkt im Gespräch mit der FAZ gern an den Bildungswert der Alten Sprachen - Zitat:  "Ich habe damals auch nicht verstanden, warum ich Latein lernen muss, aber mir wäre es nicht in den Sinn gekommen, deshalb nicht Latein lernen zu wollen. Bloß weil es keiner mehr spricht und es etwas unbequem war. [...]  Es hat Zusammenhänge innerhalb einer Sprache eröffnet, präzises Formulieren, Logik und Disziplin trainiert. Es fordert einen sicherlich stärker heraus, sich durch eine abstrakte Sprache zu quälen, als ein lustiges Youtube-Video abzurufen."

Lesen Sie das vollständige Interview hier: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/christoph-waltz-im-interview-das-ungeloeste-problem-mit-dem-ruhm-16093096.html

 

Pressespiegel: Römertag in Bochum

Schülerin des Neuen Gymnasium Bochum gewinnt eine mehrtägige Athen-Flugreise beim Wettbewerb „Aus der Welt der Griechen“

Marielena Sternberg, Schülerin der Lateinklasse 6a des NGB, hat beim landesweiten Wettbewerb „Aus der Welt der Griechen“ den ersten Preis gewonnen. Sie darf mit einer weiteren Person mit Aegean Airlines nach Athen fliegen und dort 4 Nächte in dem „Cocomat Hotel Nafsika Athens“ übernachten.

Sie siegte mit ihrem eindrucksvollen Beitrag zu dem Thema „Auftritt der mythischen Monster“ (Diorama), an dem sie nach eigenen Angaben „die ganzen letzten Herbstferien“ gebastelt hatte. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Eine aufwendig gebastelte Bühne mit zahlreichen griechisch angezogenen Playmobilfiguren, die auf drei illuminierte Monster in ihren Höhlen schauen, die Medusa, den Höllenhund Cerberus und den schrecklich wütenden Minotaurus.

Der seit 1988 vom Neuen Gymnasium Bochum landesweit ausgerichtete Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen. Sie können sich jeweils mit drei Themen der griechischen Antike kreativ auseinandersetzen. In dieser Runde gab es neben den mythischen Monstern noch die Möglichkeit, ein Hörspiel zu einer Irrfahrt des Odysseus zu entwerfen, bzw. ein Quartett mit berühmten griechischen Persönlichkeiten zu erstellen. In der ersten Runde wählen die Schulen in NRW ihre Schulsieger aus, aus denen dann eine Jury für jedes der drei Themen einen siegreichen Beitrag kürt. Nick Cyranek, Max Hagemeyer, Clara Lambertz und Lara Schneider vom Heinrich-Heine-Gymnasium, Mettmann, siegten mit einem sehr lebendigen Hörspiel zu Odysseus‘ Sirenenabenteuer. Clara Hannig und Aglaja Vorona vom Hittorfgymnasium Münster waren siegreich mit einem liebevoll gestalteten Quartett. Sie erhielten jeweils eine echte römische Münze, einen Büchergutschein über 50 Euro und durften statt die Schule alle zusammen das Deutsche Bergbaumuseum Bochum besuchen und - gar nicht antik - gemeinsam Burger essen gehen.

Die Flugreise nach Athen wurde Marielena von einer Vertreterin des Generalkonsulats Griechenlands in Düsseldorf, Frau Vasilikis Lalakou, überreicht. Neben dem griechischen Generalkonsulat unterstützen das Ministerium für Schule und Bildung und der Deutsche Altphilologenverband den Wettbewerb.

Die Preisverleihung fand am Freitag, dem 01.Februar 2019, am Römertag des Neuen Gymnasium Bochum statt. Zum 13. Mal organisierten Schüler, Eltern und Lehrer des NGB die Feier der Antike und luden dazu alle zu einer Zeitreise ein. Zum antiken Ambiente trugen die zahlreichen Schüler des Neuen Gymnasiums bei, die als Legionäre oder in römischen und griechischen Togen die Gäste begrüßten. Sogar ein „echter Römer“ demonstrierte das harte Leben in einer römischen Legion. Für das leibliche Wohl sorgte ein Buffet frischer antiker Speisen und Getränke. Im Haus der Schönheit konnten die Kinder sich wie echte Römer und Griechen ankleiden und frisieren lassen. Bei zahlreichen Bastelaktionen stellten sie u. a. römische Helme, antiken Schmuck und Mosaiktäfelchen her oder beschäftigten sich mit griechischen und hebräischen Schriftzeichen. Im „Gallischen Dorf“ warfen sie mit Asterix und Obelix Hinkelsteine. Beim „Quis millionarius erit?“ testeten sie ihr Wissen über die Antike. Es wurde gemeinsam griechisch getanzt und lateinisch gesungen.

Ansprechpartnerin:

Dr. Susanne Aretz (Studiendirektorin und Fachleiterin für Latein und Griechisch) 0234 3849775 oder 01702808326,  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Pressespiegel: Suitbertus-Gymnasium in Düsseldorf : Gymnasiastin Lisa lernt „die Sprache Europas“

Aus der RP Online:

Die 16-jährige Lisa Zhu aus Düsseldorf ist Expertin für alte Sprachen. Mit ihrer Latein-Leidenschaft hat sie sich schon jetzt eine finanzielle Unterstützung für ihr Studium gesichert.

Totgesagte leben länger, sagt man. Ein Sprichwort, das sich nicht nur auf den Menschen übertragen lässt. Denn auch wenn die lateinischen Muttersprachler seit Jahrhunderten ausgestorben sind – ihre Sprache lebt an vielen Schulen weiter –  auch wenn die Nachfrage seit einigen Jahren zurückgeht. Immer mehr Schüler weichen auf „lebendige“ Sprachen wie Spanisch, Französisch oder Italienisch aus. Latein sei „wirklich tot“, lautet der Konsens unter den Schülern.

Zum Artikel:

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/suitbertus-gymnasium-in-duesseldorf-16-jaehrige-gewinnt-studienpreis-mit-latein_aid-35669347

 

Pressespiegel: Niemand will mehr Latein lernen. Oder?

latein-sz-2018

Ist die Liebe zu den Alten Sprachen abgekühlt? Aktuelle Statistiken scheinen das nahezulegen.

Diese Interpretation wird allerdings von Dr. Benedikt Simons, stellvwrtretender Landesvorsitzender des DAV Nordrhein-Westfalen, im Gespräch mit der "SZ" geradegerückt - der Latein- und Griechischlehrer warnt davor, in Alarmismus zu verfallen. Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: 

http://www.sueddeutsche.de/bildung/schulbildung-niemand-will-mehr-latein-lernen-oder-1.3954048

 

Zum Beitrag „Lateinlehrer kämpfen für die Existenz ihres Fachs“, RP 7. 4. 2018

Der Beitrag aus der "Rheinischen Post" (zum Online-Artikel: http://www.rp-online.de/politik/lateinlehrer-kaempfen-fuer-die-existenz-ihres-fachs-aid-1.7499550) vom 7. 4. ist ein brillantes Beispiel für die hartnäckige Beständigkeit von Klischees, von denen in diesem Rahmen nur zwei betrachtet werden können:

Klischee 1) – Die schlechten Zahlen und der Kampf um die Existenz: Im Vergleich zu 2006/ 7, dem Höhepunkt der „Lateinhype“ in Deutschland, sind die Zahlen gefallen. Erklärungen dafür gibt es viele (Rückgang der Schülerzahlen insgesamt, G8 u. v. m.). Im Vergleich zu 2000 liegen die Zahlen nach wie vor um ca. 10% höher. Im Vergleich zu den letzten Jahren sind sie recht konstant, bei den Griechischschülerinnen und –schülern gibt es einen leichten Anstieg. Im Vergleich zu 1902 oder 1955 sind die Zahlen natürlich der „Untergang des Abendlandes“. Das ist eben das Problem mit relativen Zahlenangaben. Auf dem Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbandes jedenfalls hatte man nicht den folgenden Eindruck –und auch das Interview des Deutschlandfunks mit H. Loos, auf das im Beitrag zurückgegriffen wurde, ließ diesen Eindruck nicht erkennen: Die Lehrer und Lehrerinnen der Alten Sprachen mühten sich wie in Existenzangst mümmelnde Hasen bei der verwertungsorientierten Treibjagd aktueller „Bildungspolitik“ damit ab, die Attraktivität ihrer Fächer für größeren Teilnehmergewinn aufzupeppen. Unsere Arbeit betraf substanzielles, nämlich wie ertragreicher und sinnstiftender, mithin guter Unterricht mit unterschiedlichen Methoden, Medien und Themen gestaltet werden kann.

Klischee 2) – Wer Latein kann, kann gut andere (romanische) Sprachen und deutsche Fremdworte (u. a. der Naturwissenschaften): Das Ziel des altsprachlichen Unterrichts ist nicht, Krückstock zum Erwerb anderer Sprachen oder zur Ableitung von Fremdworten zu sein. Diese Fähigkeiten sind eine Folge altsprachlichen Unterrichts, aber nicht ihr Ziel. Es gibt drei Ziele: Erstens denken Schülerinnen und Schüler darüber nach, wie eine Sprache als System aufgebaut ist, welche sprachlichen Gemeinsamkeiten es gibt, wie man sie systematisch erfassen kann. Zweitens denken Schülerinnen und Schüler darüber nach, was Sprache überhaupt ist, wie sie funktioniert, welche Aufgaben bestimmte Worte aus welchen Gründen innerhalb eines Satzes und/ oder Textes haben. Um es zu veranschaulichen: 70% der Schülerinnen und Schüler einer Schule in Berlin – Neukölln (90% haben einen Migrationshintergrund) wählen Latein, um eine sprachliche Brücke zu schlagen zwischen den 14 Muttersprachen und der deutschen Umgangssprache im Unterricht. Drittens kommunizieren wir mit den Autoren, die grundlegende Fragen für die Entwicklung eines jungen Menschen als erste gestellt und tiefgreifend beantwortet haben. Ob es die Frage nach den Grundlagen gegenseitigen Respekts oder eines angemessenen politischen Miteinanders geht. Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Dies sind natürlich nicht materiell verwertbare Ziele auf dem Weg zum Vorstandsvorsitz, aber wenn man „Bildung“ anders versteht, dann können sie für die Bildung junger Menschen sehr förderlich sein.

Man hätte diese Punkte besprechen können. Allerdings hat die RP, obwohl sie selbst anfragte, auf meine zweimalige Antwort mit Stillschweigen reagiert. Mal schauen, ob sie diesen Beitrag aufnimmt.

Dr. B. Simons
Bilkrather Weg 30
40489 Düsseldorf

Vorstand des Deutschen Altphilologenverbandes
 


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