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Bericht zur digitalen Fortbildung #Lateincamp – Latein und Griechisch digital (Teil II)

veranstaltet in Kooperation des DAV NRW zusammen mit dem Verlag C.C. Buchner,

Samstag, 14.08.2020, 15:00 – 19:00 Uhr

von Johannes Maximilian Nießen

Unter dem Titel „Neues und Praktisches zu digitalen Tools im Latein- und Griechischunterricht“ fand der zweite Teil der ursprünglich als reales Barcamp geplanten digitalen Fortbildung diesmal als Nachmittagsveranstaltung statt.

Die Moderatorinnen Dr. Susanne Aretz und Dr. Maren Saiko führten die über 200 Fortbildungsteilnehmerinnen und –teilnehmer aus NRW und darüber hinaus durch ein vielseitiges Programm aus Vorträgen mit praktischen Anteilen zu Tools zum Ausprobieren. Den reibungslosen technischen Ablauf verantwortete Herr Eichner im Auftrag von CC Buchner.

Aus Zeitgründen wurden diesmal neben den fest eingeplanten Pausen die als Breakout-Sessions gestalteten Kennenlernrunden auf eine einzige beschränkt.

Der Vortrag der Fachdidaktikerin Marina Keip zu „Digitalen Medien im Lateinunterricht“ führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Thematik ein, indem Frau Keip einen Überblick über existierende Tools verschaffte und diese den typischen Handlungsfeldern von Unterricht (z.B. Unterrichtsvorbereitung, Texterschließung, Übersetzung, Interpretation) funktional zuordnete und deren Unterrichtsfunktionalität anhand von zahlreichen Beispielen praxisbezogen veranschaulichte.

Nach einer kurzen Pause erläuterte der Fachdidaktiker Dr. Thomas Doepner die Chancen des Unterrichtseinsatzes der webbasierten Tools etherpad bzw. zumpad. Besonders die Ermöglichung kollaborativen Arbeitens beim Übersetzungsprozess (nicht zuletzt auf Distanz wie unter Pandemiebedinungen) sowie die Zeitersparnis (beispielsweise bei der Sicherung von Ergebnissen) wurden dabei als gewinnbringend hervorgehoben. Um diese Aspekte anhand von zumpad „erlebbar“ zu machen, ließ Dr. Doepner die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zumpad bei einer kollaborativen Übersetzung eines Textes aus Ciceros In Verrem ausprobieren.

Dr. Anja Wieber, in den Fächern Latein und Geschichte als Filmdidaktikerin versiert, stellte mehrere Beispiele gelungener und weniger gelungener Erklärfilme zu sprachlichen Phänomenen oder Realien (darunter professionelle Angebote und auch „eigene Produktionen“) vor und  gab Anregungen zu deren medienkritischer Bearbeitung, aber auch für Eigenproduktionen an die Hand.

Frau Ann-Kathrin Giebe, die die website www.latein-digital.de betreibt, ließ alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach einer kurzen Einführung zu exemplarischen Einsatzmöglichkeiten unterschiedlichster Tools im Rahmen der Lehrbuchlektion 8 des Lehrwerks Campus A zum Thema „Pompeji“ die referierten Tools in einem Padlet (» hier zum Download) ausprobieren und holte konstruktive Rückmeldungen ein.

Die Fortbildungsveranstaltung endete mit einer Abschlussrunde zu den Lernerfahrungen aus den vier Vorträgen und klang nach der offiziellen Verabschiedung in geselliger Runde aus.

Die nächste digitale Fortbildungsveranstaltung des DAV NRW wird schon am 12.09.2020 zum Thema „Leistungsbewertung“ stattfinden, bei der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einen Vortrag zum „Duisburger Modell“ mit anschließendem Anwendungsteil und Diskussion freuen dürfen.

Zum Anmeldeformular geht es hier: https://davnrw.de/images/stories/davnrw/Anmeldung_Fobi_Leistungsbewertung.pdf

Im Rahmen einer Edkimo-Evaluation haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für kommende Fortbildungsveranstaltungen vor allem Interesse an Spracharbeit und Texterschließung bei der (beginnenden) Originallektüre geäußert.