Nachdem im letzten Jahr die alljährliche dreitägige Griechischlehrertagung NRW coronabedingt ausfallen musste, konnten sich in diesem Jahr tatsächlich die Griechischlehrer in Präsenz im Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg vom 8.-10.12.21 treffen. Das Programm bot einen bunten Strauß an interessanten Vorträgen,  Diskussionen und Workshops: Los ging es am Mittwoch mit dem Klavierkabarettisten Bodo Wartke und seinem Mitarbeiter Sven Schütze zu Sophokles, dann erklärte Prof. Manuel Baumbach von der RUB, inwiefern die Solon-Kroisos-Episode exemplarisch für Herodots Werk gelesen werden kann. Der Tag wurde beendet mit Gesprächen über die Perspektiven für den Griechischunterricht, u.a. wurde ein Griechischschülertreffen in NRW um den 9.-10. September 2023 beschlossen und die Idee eines gemeinsamen Unterrichts von Latein und Griechisch in Analogie zum naturwissenschaftlichen Unterricht diskutiert. Den Donnerstagmorgen füllten der Historiker Prof. Winfried Schmitz aus Bonn mit einem Bericht zu einer neuen Edition der Gesetze Drakons und Solons, weiterhin der Fachdidaktiker Dr. Matthias Korn aus Dresden mit methodischen Variationsmöglichkeiten bei der Arbeit mit dem Lehrbuch Xenia. Am Donnerstagnachmittag erklärte die Studentin Paula Schäller aus Leipzig die Möglichkeiten und Grenzen der Verwendung des Computerspiels „Odyssey“ aus der Reihe „Assassins Creed“ im Griechischunterricht, das viele Kolleg*innen abends begeistert ausprobierten. Davor zeigte der Archäologie-Professor Martin Flashar aus Freiburg Bilder zur Reaktion der Neuzeit auf die Antike. Der Freitag war den Informationen aus der Schulaufsicht und zum Abitur und der weiteren Planung vorbehalten. Es waren sich alle einig, dass Distanzformate Tagungen in Präsenz nicht ersetzen können. Wir freuen uns schon auf den Dezember 2022.

Für das Planungsteam Dr. Susanne Aretz