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Aktuelles

Stellungnahme des Vorstands des DAV-NRW zum Antwortschreiben des Ministeriums auf unseren Offenen Brief zur Diskussion über die Aufhebung der Latinumspflicht für Lehramtsstudiengänge

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW begründet die Latinumspflicht mit der fachlichen Einschätzung, dass "künftige Lehrkräfte zur sach- und sprachkundigen Auseinandersetzung mit den lateinischen Einflüssen auf ihr Fachgebiet in der Lage sein sollten, um für das Anforderungsniveau des Unterrichts in der gymnasialen Oberstufe ausreichend qualifiziert zu sein".

Diese Einschätzung stammt aus dem Jahr 2009; 2011 wurde sie von der KMK gestützt. Diese zutreffende Einschätzung hat natürlich nach wie vor Bestand und es gibt nicht den geringsten Grund, hier etwas zu ändern. Hingegen ist es notwendig, die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig auf diese Anforderungen hinzuweisen, so dass sie sie bereits auf dem Gymnasium erfüllen können.

Dabei hätte sich unschwer eine werbewirksame Gelegenheit  ergeben, die Kolleginnen und Kollegen aller Fächer darauf hinzuweisen, wie notwendig es ist,  allen Schülerinnen und Schülern ohne Unterschied die Möglichkeit zu bieten, Latein an den Schulen in dem notwendigen Umfang zu lernen, vor allem im Hinblick auf  die "erforderlichen fachwissenschaftlichen Kompetenzen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen",  -  wenn das Ministerium das Wort "Kompetenz" in seinem eigentlichen Sinn versteht.

Gerade die unbestimmte Phraseologie ist unbefriedigend und ausweichend. Die Verantwortung für die Latinumspflicht wird auf andere geschoben: insbesondere KMK, Experten, die im Rahmen der Evaluation der Lehramtszugangsverordnung befragt werden, und die Kirchen. Die eigene aktuelle Position bleibt unklar. Das Ministerium hat mit diesem Schreiben eine Chance verpasst, sich klarer zu bekennen und klarzustellen, was es mit den Pressemitteilungen auf sich hat, und einer eventuell gerade stattfindenden Evaluation Transparenz zu verleihen.

 

 

 




 

Diskussion: Aufhebung der Latinumspflicht für Lehramtsstudiengänge

Wie die Medien seit kurzem vermelden, soll im Laufe dieses Jahres die Latinumspflicht bei Lehramtsstudiengängen in Nordrhein-Westfalen, wie sie z.B. für die Fächer Englisch, Französisch, Italienisch, Geschichte, Philosophie und Religion besteht, kritisch überprüft werden.

Der DAV NRW bezieht hierzu Position, weswegen wir an dieser Stelle die Korrespondenz zwischen Ministerium und Landesverband sowie unsere offizielle Stellungnahme veröffentlichen möchten:

   

Von wegen tote Sprache - wie Latein die Integration fördert (SWR)

SWR2 Kontext vom 27.3.2012:

Schüler mit Migrationshintergrund finden schneller und leichter in die deutsche Sprache und die deutsche Kultur, wenn sie Latein lernen. So die zunächst überraschende Beobachtung von Pädagogen und Professoren des Fachs.

Warum Latein ausgerechnet beim Dauerthema Integration ein gewichtiges Wort mitzureden hat, fragt SWR2-Kontext:

Click to download in MP3 format (6.61MB)

 

Buchbesprechung: "Wir sind alle Caesars Erben"

Der „Bellum Gallicum“ betrifft uns auch heute noch - das legt Karl-Wilhelm Weeber kurz, prägnant, überzeugend und dann auch noch kurzweilig in „Rom sei Dank! Warum wir alle Caesars Erben sind“, jetzt erschienen in der Anderen Bibliothek des Eichborn-Verlags, dar.

Eine Buchbesprechung sowie ein Interview mit dem Autoren finden Sie hier:

>> http://www.derwesten.de/staedte/witten/Wir-sind-alle-Caesars-Erben-id4134604.html

 
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